Sozialistischer Politiker leicht verletzt

Zwei unbeteiligte Passanten starben, als Donnerstag Früh eine Bombe in San Sebastian explodierte. Der Anschlag galt laut Polizei einem Stadtrat und dessen Leibwächter. Nur Stunden später der Gegenschlag: In Frankreich wurde der mutmaßliche Militär-Chef der ETA, Xavier Garcia Gaztelou, verhaftet.
Für das Attentat wird die baskische Untergrundorganisation ETA verantwortlich gemacht. Die Terroristen ließen die Autobombe hochgehen, als der sozialistische Stadtrat Inaki Dubrueil auf dem Weg zur Arbeit aus einem Bahnhof in einem Außenbezirk San Sebastians kam. Der Leibwächter des Politikers wurde schwer, der Politiker leicht verletzt.
Der Anschlag fiel mit dem ersten Jahrestag des ETA-Mords an dem Fraktionschef der Sozialisten im baskischen Regionalparlament, Fernando Buesa, zusammen. Er und sein Leibwächter waren bei der Explosion einer Autobombe in Vitoria getötet worden.
San Sebastian ist eine Hochburg von Unterstützern der baskischen Untergrundorganisation ETA, die seit 30 Jahren gewaltsam für die Unabhängigkeit des Baskenlandes kämpft. Auch der neue Anschlag trug die Handschrift der Organisation, die für einen unabhängigen Baskenstaat im Norden Spaniens und Südwesten Frankreichs kämpft. Die ETA hatte im Dezember 1999 einen einseitigen Waffenstillstand aufgekündigt und verübt seitdem wieder Attentate. Seit Ende 1999 hat sie sich zu 23 Mordanschlägen bekannt.
Die Explosion erfolgt einen Tag nachdem der Regierungschef des autonomen Baskenlandes, Juan Jose Ibarretxe vorgezogene Neuwahlen für den 13. Mai angekündigt hat.
