Dienstag, 20. Februar 2001

NATO hält an umstrittener Munition fest

Erstmals seit der Debatte um das Krebsrisiko durch uranhaltige Munition werden in Großbritannien wieder Tests mit den umstrittenenen Geschossen vorgenommen. Es sind Übungen in der Solway-Bucht im Südwesten von Schottland vorgesehen.

Eine Ministeriumsprecherin sagte, es handle sich um Routinetests, die lange vor den derzeitigen Befürchtungen vor dem so genannten Balkan-Syndrom geplant worden seien. Die Uran-Munition werde dabei auf weiche, nicht auf harte Ziele abgefeuert. Nur bei letzteren sei von angeblichen gesundheitlichen Risiken die Rede gewesen, etwa wenn uranhaltige Munition auf Panzer treffe.

Die NATO hält trotz der wachsenden Sorge der Öffentlichkeit an der umstrittenen Munition fest - ungeachtet des Verdachts, dass deren Verwendung durch die USA in den Balkan-Kriegen für Krebserkrankungen von Soldaten verantwortlich sind.

20.2.2001 08:06