Donnerstag, 22. Februar 2001

Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz soll belohnt werden

Der 2. Krankenkassengipfel könnte eine Einigung gebracht haben. Gesundheitsstaatssekretär Waneck (FPÖ) akzeptierte das Reformpaket der Sozialpartner. Die Diskussion um die Erhöhung der Beiträge zur Sanierung der Krankenkassen ist weiterhin in aller Munde. Gesundheitsstaatssekretär Waneck (F) regt nun Beitragssenkungen an. Außerdem tritt er für mehr "Frauen-Power" im Hauptverband ein.

Das Sozialministerium will die Position der Frauen in den Krankenkassen stärken. Gesundheitsstaatssekretär Reinhart Waneck (F) erklärte, er habe ein Schreiben an die Sozialpartner gerichtet, in dem diese zu Überlegungen aufgefordert werden, in welcher Form je eine Frau aus der Dienstgeber- und Dienstnehmerkurie in den Vorstand der Sozialversicherungen kooptiert werden könne. Darüber hinaus müsse längerfristig sichergestellt werden, dass auch im Hauptverbands-Präsidium eine Frau vertreten sei.

"Nach 30 Jahren Sozialdemokratie ist die Krankenkasse noch immer eine der letzten Männerbastionen", kritisierte Waneck. Ungeachtet der Tatsache steigender frauenspezifischer Probleme und Aufgabenstellungen in der Gesundheitsversorgung würden diese wichtigen Bereiche derzeit ausschließlich von Männern behandelt, argumentierte der Staatssekretär.

Konsens bei Zusammenlegungen

Gesundheitsstaatssekretär Waneck (F) regt nun Beitragssenkungen an. Waneck schlägt vor, die Beiträge für Personen zu senken, die sich ab einem Alter mit höherem Krankheits-Risiko Vorsorge-Untersuchungen unterziehen.

Auch eine Senkung der Arbeitgeber-Beiträge ist für ihn in bestimmten Fällen vorstellbar. Entlastet werden könnten Unternehmen, die einen besonders guten Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz sicher stellten, erklärte Waneck.

22.2.2001 14:32