Vilsmaier-Film am So, ORF 1, 20.15 Uhr

Joseph Vilsmaiers eindrucksvolles Porträt der berühmten A-Cappella-Formation der 30er-Jahre. Dem Regisseur gelang mit der Geschichte des Erfolgssextetts, dass dem nationalsozialistischen Wahn zum Opfer fällt, ein Welterfolg.
Roman Cycowski, letzter Überlebender der ,Comedian Harmonists‘, meint: „Wenn wir uns nicht hätten trennen müssen, wir wären heute noch bekannter als die Beatles.“ Er hat wahrscheinlich Recht. Die Lieder der Gruppe (Veronika, der Lenz ist da; Wochenend & Sonnenschein usw.) erlebten in den letzten Jahren eine eindrucksvolle Renaissance.
Gegen Ende der 20er-Jahre starteten die sechs Männer der A-cappella-Formation in Berlin eine bis dahin beispiellose Karriere. Doch ihr Höhenflug sollte nicht lange anhalten – wenige Jahre später war alles vorbei: Die Musikergruppe fiel dem rassistischen Wahn der Nationalsozialisten zum Opfer – weil drei ihrer Mitglieder Juden waren …
Dem Regisseur Joseph Vilsmaier (Schlafes Bruder) gelang mit der Verfilmung der Geschichte des Sextetts vor bedrückendem zeitgeschichtlichen Hintergrund ein Welterfolg – handwerklich makellos und auf berührende Weise altmodisch inszeniert. Wegen der Originalsongs, die mit ihrem Charme und Leichtigkeit betören, auch ein Ohrenschmaus!

