Dienstag, 13. Februar 2001

Becker soll für Deutschland punkten

Boris Becker soll zum Tennissport zurückkehren - nicht als Aktiver, sondern als Turnierdirektor, DTB-Deligierter oder Daviscup-Kapitän. Ob daran die drohende
fette Steuernachzahlung - es werden umgerechnet 350 Mill. S kolportiert - schuld ist, kann nur gemutmaßt werden.

Deutscher Tennisbund-Präsident Georg von Waldenfels in der "Bild": "Er soll möglichst viel machen, national und international. Und es soll möglichst wenig kosten."

Klar, dass der DTB klamm ist. Aber Boris hat schon signalisiert, dass es ihm nicht ums Geld geht. Sondern um das deutsche Tennis.

Becker soll Hamburger Turnier-Direktor werden
Boris: "Die Veranstaltung liegt mir sehr am Herzen." Nach dem Rauswurf von Günter Sanders braucht Hamburg einen neuen Turnierdirektor.

Präsident von Waldenfels: "Es ist denkbar, dass Boris seine Ausstrahlung und seine Kontakte einbringt. Und ihm jemand anders den Rücken frei hält und das Bürokratische erledigt." Zum Beispiel der engagierte Übergangs-Direktor Walter Knapper. Der saß beim Daviscup neben Boris. Knapper: "Wir haben sehr interessante Gespräche geführt, auch in der letzten Woche zweimal telefoniert."

Vertritt Boris Deutschland im Weltverband ITF?
Von Waldenfels: "Dieses Jahr finden Neuwahlen für das `Board of Directors' statt. Die Posten werden für 3 Jahre vergeben. Da sind wir unterrepräsentiert."

Sein Entdecker Günther Bosch (63) ist begeistert: "Am besten macht man ihn auch noch zum Daviscup-Kapitän. Er kann dem deutschen Tennis helfen wie kein anderer. Es ist doch bezeichnend, dass sich Michael Stich zwar als Turnierdirektor für Hamburg ins Gespräch bringt. Es aber nicht für nötig hält, zum Daviscup zu kommen."

13.2.2001 12:49

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