Montag, 12. Februar 2001

Kate Winslet: "Ich hasse Nacktszenen"

Kate-Winslet - Diashow

Kate Winslet (26), erotischer "Titanic"-Star, zieht sich nicht gerne vor der Kamera aus. "Ich hasse Nacktszenen. Es ist eine sehr technische Sache und hat nichts mit Intimität zu tun", sagte Winslet.

"Ich habe schon so viele überflüssige Nacktszenen in Filmen gesehen und bin deshalb auch schon aus dem Kino gegangen. Manchmal wird die Frau einfach nur als Opfer dargestellt", meinte die britische Schauspielerin.

Winslet stellte bei den 51. Internationalen Filmfestspielen in Berlin ihren neuen Film "Quills - Macht der Besessenheit" vor. Darin spielt sie die Dienerin des pornografischen Schriftstellers Marquis de Sade und lässt in mehreren Szenen die Hüllen fallen.

Nach dem Erfolg mit "Titanic" an der Seite von Leonardo DiCaprio sei ihr Leben wie auf den Kopf gestellt gewesen, sagte Winslet. Doch auch Schauspieler hätten das Recht auf ein ganz normales Leben. "Ich gehe immer noch in das örtliche Schwimmbad und auch selbst einkaufen", sagte Winslet, die am liebsten selbst gedrehte Zigaretten raucht.

Nach Deutschland kam Winslet zusammen mit ihrer im vergangenen Oktober geborenen Tochter Mia und ihrem Ehemann Jim Threapleton. "Mia geht es prächtig, sie sieht genau aus wie ihr Vater, nur den Mund hat sie von mir." Für ihre Tochter nehme sie sich sehr viel Zeit, betonte die Schauspielerin. "Sie ist das Wichtigste in meinen Leben, und weil ich nicht viel arbeite, habe ich viel Zeit für sie." Im vergangenen Jahr habe sie zum Beispiel mit Rücksicht auf das Kind nur vier Wochen gearbeitet. "Ich würde niemals zu einem Dreh irgendwohin fahren und Mia in England zurücklassen."

Ihr neues Filmprojekt "Quills - Macht der Besessenheit" (Regie Philip Kaufman) mit Geoffrey Rush in der Rolle des Marquis de Sade bezeichnete Winslet als sehr riskantes Werk. "Ich habe vorher nicht viel über das Leben von de Sade gewusst. Aber ich wollte diesen Film machen, denn es ist wichtig, von etwas zu erzählen, das in der Geschichtsschreibung so bedeutend war", meinte Winslet. "Es war ein sehr riskanter Film, aber wenn man keine Risiken eingeht, dann ist das Leben langweilig."

12.2.2001 15:49

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