Experten schätzen Sanierungskosten auf 300 Mio. Dollar
Serbische Geschäftsbanken sind offenbar wesentlich stärker verschuldet als bisher angenommen. Der jugoslawische Notenbankpräsident Mladjan Dinkic bezifferte die Verluste von 27 serbischen Geschäftsbanken mit rund 147 Mrd. S (10,7 Mrd. Euro).
Das habe eine zusammen mit Weltbankexperten angefertigte Bilanzanalyse an den Tag gebracht, sagte Dinkic im Sender "021" in Novi Sad.
Zuvor hatte Dinkic die Verluste der Geschäftsbanken auf 77 Mrd. S geschätzt.
Eine Entscheidung über die Sanierung oder den Konkurs der jeweiligen Banken soll laut Medienberichten bis Ende April fallen.
Experten des Internationalen Währungsfonds (IWF) schätzten die kurzfristig erforderlichen Sanierungskosten für die Banken beim ihrem jüngsten Besuch in Belgrad auf rund 150 Mill. Dollar (165 Mill. Euro/2,3 Mrd. S). Experten der Weltbank rechnen allerdings mit einer doppelt so hohen Summe.

