Donnerstag, 15. Februar 2001

Auch Telekom Austria-Aktie unter Druck

Die dramatische Talfahrt der T-Aktie hat sich am Mittwoch fortgesetzt. An der Frankfurter Börse fiel das Papier der Deutschen Telekom AG, Bonn, zwischenzeitlich auf ein neues Jahrestief von 28,60 Euro (393,5 S). Für TA-Generaldirektor Heinz Sundt kam die Talfahrt überraschend.

Zu diesem Preis hatte die Aktie zuletzt im Dezember 1998 notiert. Seit seinem Höchststand vor knapp einem Jahr (104 Euro) hat der Titel damit mehr als 70 Prozent an Wert verloren.

Ein Konzern-Sprecher nannte unter anderem das allgemeine Marktumfeld als einen Grund für den Kursrückgang. Gegenwärtig befinde sich die Branche in einem Konsolidierungsprozess, an den Börsen würde alles neu bewertet, sagte er. Deutsche Telekom notierten heute gegen 14 Uhr MEZ mit 28,70 Euro um 6 Prozent unter dem Schlusskurs von gestern, Dienstag (30,54 Euro).

Unter Druck stand am Mittwoch auch die Aktie der Telekom Austria, die an der Wiener Börse gegen 14:15 Uhr MEZ mit 6,25 Euro um 2,3 Prozent unter dem gestrigen Schlusskurs von 6,40 Euro notierte. Das Tageshoch lag bisher bei 6,37 Euro, das Tagestief bei 6,19 Euro.

Sundt: Gewinnwarnung bei Going-public noch nicht absehbar
Für die Telekom Austria AG (TA), die Mitte Jänner mit einer Gewinnwarnung für das Jahr 2000 überrascht hat, war diese Entwicklung zwei Monate davor - beim Börsegang in Wien und New York - nach Angaben von TA-Generaldirektor Heinz Sundt noch nicht absehbar. Auch sei vor dem Going-public die darauffolgende allgemeine internationale Schwäche der Telekom-Titel nicht vorhersehbar gewesen, betont Sundt.

15.2.2001 11:38