Donnerstag, 15. Februar 2001

Für 90 Euro pro Aktie

Die Bank Austria-Gruppe verkauft die börsenotierte Lenzing AG an die Zellulosefaser Beteiligungsgesellschaft m.b.H., ein Unternehmen der CVC-Gruppe. Der Kaufpreis für die 80-prozentige Beteiligung der Bank Austria an der Lenzing AG beträgt rund 3,72 Milliarden Schilling.

Mit der Entscheidung erhalte der "klare Bestbieter" den Zuschlag. Das zweite verbindliche Offert (eine Investorengruppe rund um Hannes Androsch) sei mit einem Preis von 80 Euro pro Aktie um umgerechnet 30 Mill. Euro oder 400 Mill. S "deutlich unter dem Angebot des Bestbieters" gelegen.

Für Lenzing wird durch die künftige Eigentümerstruktur eine "führende Rolle" in einer neu entstehenden Unternehmensgruppe möglich: Die Zellulosefaser Beteiligungsgesellschaft mbH, hinter der CVC Capital Partners steht, übernimmt parallel die Zelluloseaktivitäten des europäischen Faserherstellers Acordis, dessen Aktien zu 64 Prozent von CVC-Fonds gehalten werden, schreibt die Bank Austria.

Durch den Zusammenschluss entstehe der größte Zellulosefaserproduzent der Welt mit 1,4 Mrd. Euro Umsatz. "Die Holding der neuen Unternehmensgruppe wird in Österreich stehen. Die Produktion an den Standorten Lenzing und Heiligenkreuz werden weiter ausgebaut und damit Arbeitsplätze gesichert", heißt es .

Die Zellulosefaser Beteiligungsgesellschaft mbH steht nach Angaben der Bank Austria zu 54 Prozent im Eigentum von Private Equity-Fonds, die von CVC beraten werden. 18 Prozent der Gesellschafteranteile entfallen auf österreichische Co-Investoren, weitere 18 Prozent werden von Acordis gehalten, die restlichen 10 Prozent vom Management der neuen Gesellschaft.

15.2.2001 15:06