11 Milliarden für "aktive Arbeitsmarkt-Politik"

Das sind die AMS-Pläne, wie das Geld "aktiv" angelegt werden soll. Unter anderem spezielle Betreuung von Frauen, insbesondere Wiedereinsteigerinnen; behinderte Personen im weiteren Sinne; ethnische Minderheiten; ältere Arbeitnehmer; Langzeitarbeitslose; junge Menschen; Unqualifizierte.
Sonst gab es bei der Pressekonferenz nur trockene Zahlen: Die Arbeitslosenrate soll in Österreich heuer im Jahresschnitt nach Eurostat-Definition auf 3,0 Prozent sinken, nach 3,4 Prozent im Durchschnitt 2000 bzw. 3,1 Prozent zu Jahresende 2000. Das bedeutet ein Minus der vorgemerkten Arbeitslosen von rund 9 Prozent auf 180.000, sagte Wirtschafts- und Arbeitsminister Martin Bartenstein am Mittwoch.
Für die national berechnete Arbeitslosenrate würde dies nach Angaben des Vorstandschefs des Arbeitsmarktservice (AMS), Herbert Buchinger, einem Rückgang von 5,8 Prozent auf 5,3 bis 5,4 Prozent entsprechen.
Den Rückgang des Arbeitslosenbestandes um 27.400 Personen oder 12,4 Prozent im vergangenen Jahr führte Buchinger zu "gut 40 Prozent" auf die aktive Arbeitsmarktpolitik des AMS und zu 60 Prozent auf die gute Konjunktur zurück. Die Beschäftigtenzahl soll laut Bartenstein heuer ähnlich wie im Vorjahr um 23.000 oder 0,7 Prozent zulegen.
Mit rund 194.300 Jobsuchenden im Monatsschnitt sank in Österreich die Arbeitslosenzahl im Vorjahr auf den niedrigsten Wert seit acht Jahren (1992: 193.100). Die durchschnittliche Arbeitslosigkeit verkürzte sich gegenüber 1999 auf 117 (125) Tage. Um fast 40 Prozent oder um 12.600 Personen gesenkt werden konnte binnen Jahresfrist die Langzeitarbeitslosigkeit (Arbeitssuche über ein Jahr), gegenüber 1995 wurde sie sogar halbiert. Ältere Arbeitnehmer wurden im Vorjahr mit 80.800 um 7 Prozent häufiger vermittelt, gegenüber 1996 stieg die Zahl der Arbeitsaufnahmen über 45-Jähriger sogar um 27 Prozent.

