Montag, 12. Februar 2001

Milliarden-Schlacht

Mit Spannung wird die Versteigerung der UMTS-Lizenzen in Australien erwartet. Derzeit sind sieben Bieter im Rennen - fünf große Telekommunikations-Unternehmen und zwei Newcomer. Anfang März fällt die Entscheidung. Und die Regierung spekuliert mit einem Erlös von umgerechnet 16,2 Milliarden Schilling.

Zur Versteigerung stehen insgesamt 58 Lizenzen. Zwei davon decken ganz Australien ab, die übrigen erstrecken sich jeweils auf verschiedene Großstädte und Regionen. Diese Lizenzen könnten zu zwei weiteren landesweiten Angeboten kombiniert werden, so dass aus der Auktion bis zu vier Hauptanbieter im UMTS-Bereich hervorgehen könnten.

Das sind die Unternehmen, die für die Lizenzen mitbieten wollen: Telstra Corp, Cable & Wireless Optus Ltd, AAPT Lt, Hutchison Telecommunications Australia Ltd, Vodafone Pacific Pty Ltd, 3G Investments Australia Pty Ltd und CKW Wireless Pty Ltd.

Optus gehört zu 52,5 Prozent der Cable & Wireless plc, London. AAPT ist im vollständigen Besitz der Telecom Corp of New Zealand und Vodafone Pacific ist die örtliche Tochtergesellschaft der Vodafone Group plc, Newbury. Fünf der Bieter sind bereits im australischen Mobilfunkgeschäft tätig. Mit ihrer Teilnahme war deshalb gerechnet worden, anders als bei 3G Investments und CKW Wireless.

Die Telstra kontrolliert etwa 46 Prozent des Mobilfunkmarktes, Optus ungefähr 33 Prozent. Vodafone hat als drittgrößter Anbieter einen Marktanteil von rund 18 Prozent, während AAPT und Hutchison weniger bedeutend sind. Die jetzt zur Versteigerung anstehenden UMTS-Lizenzen sind auf 15 Jahre befristet, ihre Laufzeit beginnt im Oktober 2002. Mehrere Gesellschaften haben bereits angekündigt, dass sie auf keinen Fall so hohe Preise zu zahlen bereit seien wie in Europa.

12.2.2001 11:42