Freitag, 16. Februar 2001

Erhält Hagaras Traum vom America's Cup Flügel?

Roman Hagara hat in seiner Segellaufbahn alle Titel gewonnen, die es zu gewinnen gibt: Zwei Mal wurde er bereits Weltmeister; doch ein Traum ist bis jetzt unerfüllt geblieben: "Ein Mal America´s Cup segeln!" Dafür fehlt nämlich das notwendige Geld.

Dieser Wunsch mag sich zwar wegen des dafür notwendigen Budgets in dreistelliger Millionenhöhe im ersten Moment absolut utopisch anhören, ist aber vielleicht schon nach den Olympischen Sommerspielen 2004 in Athen Realität. Red Bull-Boss Dietrich Mateschitz könnte Hagaras Traum nämlich die finanziellen Flügel verleihen, will der Österreicher doch mit seinem inzwischen weltbekannten Energy Drink auch den US-Markt erobern. Für diese Mission wäre der America's Cup natürlich eine ideale Werbeplattform.

Peanuts für Red Bull-Mateschitz

Derzeit fungiert Mateschitz noch als Hauptsponsor des schweizerisch- österreichischen Red Bull Sauber Teams in der Formel 1, allerdings läuft dieser Vertrag nach der WM-Saison 2001 aus. Doch selbst wenn der Salzburger Geschäftsmann weiterhin in einen Rennstall in der Königsklasse des Motorsports investieren sollte, würde er noch immer über die notwendigen Finanzen verfügen, die für eine konkurrenzfähige Kampagne in Sachen America's Cup notwendig sind.

So hat der Red Bull-Erfinder im abgelaufenen Geschäftsjahr seinen Umsatz im Vergleich zu 1999 auf elf Milliarden Schilling fast verdoppeln können. Und für 2001 erwarten Experten auf Grund der US-Expansion eine weitere Steigerung in Richtung der 20-Milliarden-Marke.

Roman Hagara hat jedenfalls mit seinem Hauptsponsor Mateschitz - die Boote der Hagara-Brüder werden selbst im Jahrbuch der International Tornado Association (ITA) als "Red Bulls" bezeichnet - bereits Gespräche zum Thema America's Cup geführt, betont aber, dass es sich bei diesen Überlegungen nur um vage Zukunftsmusik handelt: "Vorerst einmal ist die Titelverteidigung 2004 in Athen das nächste große Ziel. Das muss man jetzt einmal abwarten, und danach werden wir weiter schauen."

Der Umstieg nach den Sommerspielen in Griechenland wäre jedoch vom Zeitpunkt her perfekt. Denn bis dahin könnte die für das Projekt notwendige Entwicklungs- und Testarbeit abgeschlossen sein, und zum Training für die voraussichtlich Ende 2005 beginnende Ausscheidung bliebe auch noch ausreichend Zeit.

16.2.2001 11:17