Eklat zwischen Eddie Irvine und Niki Lauda

War Niki zu vorlaut? Der neue Sportdirektor bei Jaguar verlautbarte in einem Interview: "Der Irvine ist nur schnell, wenn er Lust dazu hat." Die Antwort des impulsiven Fahrers ließ nicht lange auf sich warten.
Einige Tage ist Niki Lauda mit einer noch nicht genau definierten Chefposition beim Jaguar-Racing-Team angestellt, da gibt es auch schon Ärger. Der dreimalige Formel-1-Weltmeister hatte öffentlich erklärt, Irvine brauche Hilfe, um richtig motiviert zu sein. Zudem sei der Nordire nur dann schnell, wenn er in der richtigen Stimmung sei.
Mit den Aussagen seines neuen Bosses konfrontiert, versuchte sich Irvine zunächst in Diplomatie. "Ich finde es merkwürdig, dass Niki Lauda meint, ich brauche einen gelegentlichen Tritt in den Hintern", äußerte der Pilot sich gegenüber der britischen Tageszeitung "The Sun". Doch dann ging es wieder einmal mit dem temperamentvollen Eddie durch. "Niemand ist selbstkritischer als ich. Ich brauche ganz sicher niemanden - nicht mal einen dreimaligen Weltmeister - der mir was anderes erzählt."
"Dafür haben wir einen Testfahrer"
"Crazy" Eddie nahm aber nicht nur zur Lauda-Meldung Stellung. Auch die Diskussion rund ums ewige Testfahren lag ihm auf der Zunge. Irvine verteidigte noch einmal seine Entscheidung, keine weiteren Tests vor Saisonbeginn (erstes März-Wochenende in Melbourne) durchführen zu wollen. "Es langweilt mich, dauernd im Kreis rumzufahren, wo es dem Team doch nur um die Zuverlässigkeit des Autos geht. Dafür haben wir einen Testfahrer. Ich habe den Punkt meiner Karriere überschritten, an dem ich solche Eselsarbeit verrichten muss."
