Dienstag, 13. Februar 2001

Weltrekord-Versuch über 1.000 m gescheitert

Der Kärntner Elmar Lichtenegger hat am Montag Abend beim "Vienna Indoor" der Leichtathleten aus österreichischer Sicht für das Glanzlicht gesorgt. Der Oberösterreicher Günther Weidlinger verfehlt den Millonig-Rekord über 3.000 m nur knapp.

Lichtenegger bestätigte über 60 m Hürden seine gute Hallen-Form und siegte ex aequo mit Shaun Bownes (RSA) in 7,57 Sekunden, Weidlinger verpasste den ÖLV-Rekord von Dietmar Millonig über 3.000 m in 7:47,86 Minuten um nur 36/100 Sekunden.

Der zur Zeit beste österreichische Hürdensprinter bewies bei diesem Test-Event für die Hallen- Europameisterschaften Anfang März 2002 wieder einmal seine Konstanz: "Mit dieser Zeit bin ich schon sehr zufrieden. Bis zur WM in Lissabon (Anm.: 9.-11. März) hoffe ich aber auf eine weitere Steigerung. Die ersten drei Wettkämpfe heuer bin ich aus dem Training heraus gelaufen. Jetzt geht's aber immer besser." Der Sieg Lichteneggers hatte allerdings einen kleinen Makel, denn Olympiasieger Anier Garcia (CUB) hatte wegen einer leichten Verletzung (Ischias) nach dem Aufwärmen auf einen Start verzichtet.

Weidinger verpasst neuen Rekord nur knapp

Pech hatte Weidlinger. Lange Zeit lag er auf Kurs, den 22 Jahre alten Uralt-Rekord zu brechen, doch im Finish ging dem Spezialisten über 3.000-m Hindernis die Luft aus. "Der letzte Kilometer war leider nur mehr Kampf. Drei Runden vor Schluss war ich schon ziemlich kaputt. Ich weiß auch nicht, warum. Jetzt hat der Dietmar seinen Rekord halt noch ein Jahr länger", meinte er etwas enttäuscht.

Dennis Mitchell nicht in Wien

Die übrigen Österreicher verpassten das WM-Limit, Lichtenegger und Karin Mayr haben das ja schon in der Tasche. International ist der Sieg von Weitsprung-Olympiasieger Ivan Pedroso hervorzustreichen, der Kubaner gewann mit 8,13 m. Der anvisierte 1.000-m-Weltrekord von Japheth Kimutai wurde mit 2:20,54 Minuten aber um etliche Sekunden verfehlt, und Dennis Mitchell war erst gar nicht gekommen. Der US-Amerikaner hatte in Atlanta den Anschlussflug verpasst.

Punkto Organisation ist für die Veranstalter bis zur EM noch einiges wettzumachen. Nur rund 500 Zuschauer erlebten u.a. Probleme mit der Startvorrichtung, schon bald hatte man eine halbe Stunde auf den Zeitplan. Auch unter den Athleten hörte man so manches Murren.

13.2.2001 10:15