Sonntag, 18. Februar 2001

Glücklicherweise keine Opfer

Der von zwei Erdbeben innerhalb weniger Wochen heimgesuchte mittelamerikanische Staat El Salvador ist von einem starken Nachbeben erschüttert worden.

Nach Angaben der Behörden hatte das Beben eine Stärke von 5,3 auf der Richterskala. Berichte über Verletzte gibr es jedoch nicht. Vertreter des Roten Kreuzes und des Katastrophenschutzes wiesen Berichte zurück, nach denen mehrere Menschen bei Erdrutschen verschüttet wurden.

Vergangene 2 Beben kosteten 1200 Menschen das Leben
In El Salvador waren bei einem Erdbeben am 13. Jänner mehr als 800 Menschen ums Leben gekommen. Am vergangenen Dienstag hatte in dem Land erneut die Erde gebebt. Bei dem Beben der Stärke 6.6 auf der Richterskala kamen mehr als 300 Menschen ums Leben. Unter den Trümmern werden noch zahlreiche Menschen vermisst.

Eine Sprecherin des Katastrophenschutzes hatte nach dem gestrigen Beben zunächst erklärt, es sind offenbar mehrere Menschen bei Erdrutschen verschüttet worden. Der Chef des Katastrophenschutzes, Mauricio Ferrer, sagte jedoch später, es habe keine Verletzten gegeben. Es hätten lediglich einige Menschen einen Kollaps erlitten.

Hunderttausende noch immer obdachlos
Die Menschen im Katastrophengebiet kämpfen noch mit den Folgen der vorangegangenen Beben. Hundertausende sind obdachlos geworden. Der Bürgermeister der Stadt Verapaz, etwa 60 Kilometer östlich der Hauptstadt San Salvador, Valentine Alfaro, beklagte, dass die Versorgung mit Nahrungsmitteln unzureichend ist.

Auch wird dringend technisches Gerät zur Beseitigung der Trümmer benötigt. Hunderte von Einwohnern der Stadt drängelten sich vor der Ausgabe von Hilfsgütern durch Mitarbeiter internationaler Organisationen. Mehrere Staaten haben Rettungskräfte und Hilfsgüter nach El Salvador geschickt.

18.2.2001 08:54