Es ging um Geld
Rasch aufgeklärt hat die Exekutive den Mord an dem 74-jährigen Franz G., der am Donnerstag im Gartenhaus eines Pflegeheims in Neulengbach erschlagen aufgefunden wurde. Der mutmaßliche Täter, Rudolf S., hat ein volles Geständnis abgelegt.
Als Motiv gab der Handelsvertreter aus Schärding in Oberösterreich finanzielle Auseinandersetzungen an.
Bei dem mutmaßlichen Mörder handelt es sich um den Mann der Nichte des Pensionisten, der als "Mädchen für alles" in dem Heim gelebt hatte. Da der 74-Jährige nur einem sehr begrenzten Personenkreis Zugang zu seinem Gartenhäuschen gewährt hatte, konzentrierten sich die Ermittlungen auf die Familie der Schwester.
Hier stieß man bald auf Rudolf S., der kein überprüfbares Alibi für die Tatzeit nennen konnte. Zudem fand sich seine abgerissene Kette mit einem goldenen Anhänger am Tatort. Und nicht zuletzt wies er Kratzer an Gesicht und Händen auf. So bequemte sich der Freitagabend festgenommene 44-Jährige Samstagvormittag zu einem Geständnis: Er sei von dem Pensionisten beim Versuch, Geld zu stehlen, ertappt worden. Zur Rede gestellt, entwickelte sich eine Auseinandersetzung, in deren Folge er den 74-Jährigen mit einer Schnapsflasche niederschlug und dann mehrmals auf ihn einstach.
