Die Trinkgewohnheiten der russischen Staatschefs

Eines der best gehüteten Geheimnisse des Kreml wurde jetzt bekannt: Was, und vor allem wieviel trinken Jelzin & Co.?
Über die Trinkgewohnheiten der russischen und sowjetischen Staatschefs hat sich der oberste Küchenmeister im Moskauer Kreml ausgelassen. Während der erste russische Präsident Boris Jelzin schon als Mitglied des Politbüros jeden Tag mehrere Flaschen Wodka und Cognac bestellt habe, komme sein Nachfolger Wladimir Putin in Gesellschaft oft den ganzen Abend mit einem Glas Rotwein aus, zitierte die Tageszeitung "Komsomolskaja Prawda" am Freitag den Mundschenk Gennadi Kolomenzew.
Putin neige aber auch wie Revolutionsführer Lenin zum abendlichen Bier, verriet Kolomenzow, der sich seit fast 40 Jahren um das leibliche Wohl der Staatsführung kümmert. Zur Wodka-Fraktion zählten demnach die sowjetischen Staats- und Parteichefs Nikita Chruschtschow und Leonid Breschnjew. Der in Südrussland geborene Chruschtschow habe sich extra die ukrainische Variante des Wodkas, Horilka, nach Moskau bringen lassen.
Der aus Georgien stammende Sowjetdiktator Stalin habe in seinen Arbeitsräumen im Kreml dagegen wenig getrunken. Der gefürchtete Nachtarbeiter sei meist mit "zwei Gläsern Cognac" am Abend ausgekommen.
