Februar: Frühling in Kitzbühel, minus 56 Grad in Sibirien

Das Klima schlägt immer wildere Kapriolen. Während bei der Ski-WM in St. Anton die Pisten bei plus 10 Grad wegschmolzen, fror Sibirien bei minus 56 Grad. NEWS berichtet in seiner aktuellen Ausgabe über den globalen Klima-GAU.
Das 21. Jahrhundert wird warm und nass. Für einige Staaten der Welt wohl zu nass. Treffen die Prognosen jener 639 Forscher ein, die für die UNO die bislang größte Klimastudie der Welt erstellt haben, dann verschwinden bis zum Jahr 2100 einige Staaten der Erde von der Landkarte. Der Grund: Bei dem angenommenen Anstieg der Durchschnittstemperatur um 5,8 Grad Celsius würden die Eismassen Grönlands und der Antarktis teilweise abschmelzen.
Von der Landkarte verschwindende Staaten
Mojib Latif, Klima-Experte am Max-Planck-Institut für Meteorologie in Hamburg: "Im Extremfall gehen wir von einem Anstieg des Meeresspiegels um knapp einen Meter aus. Für viele flache Inselstaaten, etwa die Malediven oder die Seychellen, wäre das existenzbedrohend."
Treibhaus-Turbo
Mit dieser Studie zeigen sich die Klimaforscher wesentlich pessimistischer als noch vor wenigen Jahren. Ging man Mitte der neunziger Jahre noch von einer maximalen Erwärmung der Erdatmosphäre von bis zu 3,5 Grad aus, revidierten die Experten diesen Wert nun deutlich nach oben. Das 21. Jahrhundert droht, falls dem durch den immer stärker werdenden Ausstoß von Kohlendioxid laufend zunehmenden Treibhauseffekt nicht rasch gegengesteuert wird, als das wärmste, niederschlagreichste und katastrophenträchtigste seit mehr als 1.000 Jahren in die Geschichte einzugehen. Und das will einiges heißen, haben doch schon die neunziger Jahre in kürzester Folge eine Reihe von "Jahrhundert-Katastrophen" gebracht.
Stetes Ansteigen von Schäden
Die "Münchner Rück", weltweit größte Rückversicherung, hat berechnet, dass die Zahl der Wetterkatastrophen in den neunziger Jahren fast viereinhalb mal so groß war wie in den Sechzigern. Thomas Loster, Wetter- und Klima-Experte der Versicherung: "Die dabei entstandenen volkswirtschaftlichen Schäden lagen in nur zehn Jahren bei rund 400 Milliarden Dollar." Allein der Wirbelsturm Andrew, der 1992 die Ostküste der USA verwüstete, richtete Schäden von mehr als 30 Milliarden Dollar an.
Die komplette Reportage, u.a warum Österreich Abschied von seinem bisherigen Klima nehmen wird, lesen Sie in NEWS.
