Unruhen nach tödlichem Angriff auf serbischen Konvoi
Nach dem Tod eines Serben im Kosovo ist es in der serbischen Enklave Strpce zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und internationalen Sicherheitskräften gekommen.
Rund tausend Serben belagerten am Dienstagabend das Gebäude der UNO-Polizei in Strpce und bewarfen Soldaten der internationalen Friedenstruppe KFOR mit Steinen, wie Journalisten vor Ort berichteten. Vier UNO-Fahrzeuge wurden in Brand gesetzt. Die Sicherheitskräfte gingen mit Tränengas gegen die Demonstranten vor. Nach Angaben der UNO-Verwaltung wurde niemand ernsthaft verletzt.
Der Serbe war getötet worden, als Unbekannte einen serbischen Konvoi im Süden des Kosovo angriffen. Drei weitere Serben wurden nach Angaben der UNO-Mission verletzt. Der Konvoi war unterwegs von Merdare im Süden Serbiens nach Strpce und wurde von ukrainischen KFOR-Soldaten begleitet. Die Serben aus Strpce bewegen sich aus Furcht vor Angriffen von Kosovo-Albanern fast ausschließlich mit KFOR-Eskorten fort. Gewalttätige Albaner greifen die Konvois regelmäßig an.
