Mädchen essen die Hälfte und nehmen mehr zu

Mädchen essen 55 Prozent weniger Kalorien als Jungen und nehmen trotzdem mehr zu. So lautet das Ergebnis einer Studie des Sodexho Research Institute. Die Ursache dafür sehen Wissenschaftler in einem akuten Bewegungsmangel.
Mädchen essen 45 Prozent mehr Obst und Gemüse als Jungen. Die hingegen bevorzugen Fastfood wie belegte Brote und Pizza. Trotz weniger Kalorien und gesünderem Essen nehmen die Mädchen aufgrund ihrer von Fernsehen und Computerspielen geprägten Lebensweise zu.
Die geringe Kalorienzahl der Mädchen ist besorgniserregend, erklärte die Diätspezialistin Maureen Strong gegenüber der BBC. Um ihr angestrebtes Idealgewicht zu erreichen, würden die Mädchen ihr Essverhalten bewusst kontrollieren. Die aktuellen Forschungsergebnisse wiesen darauf hin, dass Jungen ihre Ernährung viel besser mit körperlichen Aktivitäten und physiologischen Notwendigkeiten abstimmen könnten, sagte Strong. "Mädchen sollten ermutigt werden, mehr zu essen und gleichzeitig körperlich aktiver zu werden."
Für die Studie wurden die Essgewohnheiten von Jungen und Mädchen im Alter zwischen fünf und 17 Jahren untersucht. Die Wissenschaftler werteten rund 400 Forschungsarbeiten mit 5,7 Millionen Daten aus elf Ländern aus. Diese Datenmenge war über die letzten 40 Jahre gesammelt worden.

