Rapper soll auch geschossen haben

Im Prozess gegen den Rapper Puff Daddy wegen einer Schießerei in einem New Yorker Nachtclub hat eine Zeugin eine Beteiligung des 31-jährigen Musikers bestätigt.
Puff Daddy habe bei der Auseinandersetzung in den frühen Morgenstunden des 27. Dezember 1999 nicht nur eine Waffe in der Hand gehabt, sondern auch einen Schuss in die Luft gefeuert, sagte eine 30-jährige Nachtclub-Besucherin, die damals verletzt worden war. Dagegen hatten andere Zeugen, darunter ein Türsteher im "Club New York", den Geschworenen versichert, den Angeklagten nur unbewaffnet gesehen zu haben.
Puff Daddy, der mit bürgerlichem Namen Sean Combs heißt, ist in New York unter anderem wegen illegalen Waffenbesitzes angeklagt. Bei einer Verurteilung droht Combs, der zu den einflussreichsten Produzenten von Hip-Hop-Musik zählt, eine Haftstrafe von bis zu 15 Jahren.
Bei dem Vorfall 1999 waren insgesamt drei Club-Gäste verletzt worden. Die Zeugin sagte am Montagabend bei ihrer mehrstündigen Vernehmung vor Gericht aus, sie habe das Gesicht des Rappers im Auge gehabt und seinen Griff nach der Pistole verfolgt. Eine Kugel, die ein Begleiter von Puff Daddy abgegeben hatte, traf die Frau. Sie fordert von dem Rapper in einem getrennten Verfahren eine hohe Entschädigung.

