Gerstl: "Qualitätssicherung finanzieren"

Die Wiener ÖVP spricht sich deutlich für eine Privatisierung der Wiener Wasserver- und -entsorgung aus. Nach einer deutlichen Absage an diesen Plänen durch Wiens Wirtschaftsstadtrat Sepp Rieder (S) sprach sich der bisherige Koalitionspartner ÖVP nun mit Nachdruck für eine private Wasserwirtschaft der Kommune aus.
"Die Sicherung der Qualität hat oberste Priorität", erklärte VP-Landesgeschäftsführer Wolfgang Gerstl. Stillstand bedeute Rückschritt. Rieder müsse sich überlegen, wie er die gewaltigen Investitionen, die in der Wasserwirtschaft notwendig seien, finanzieren könne. "Österreichweit werden demnächst 160 Mrd. S (11,6 Mrd. Euro) investiert werden müssen", sagte Gerstl. Eine Nicht-Investition bedeute eine qualitative Einbuße.
In die selbe Kerbe schlägt auch Gemeinderat Rudolf Klucsarits (V): "Wir wollen eine Privatisierung, weil wir die hohen Qualitätsstandards sichern wollen. Es geht dabei nicht um den Verkauf von Wasser ins Ausland. Das wird nur immer wieder - absichtlich oder nicht - verwechselt", sagte Klucsarits. vielmehr gehe es um den Know-how-Transfer der Wiener ins In- und Ausland.

