400 Mitarbeiter werden entlassen
Die Internetagentur Razorfish will wegen sinkender Einkünfte bis zu 400 Mitarbeiter entlassen. Dadurch will das Unternehmen allein in diesem Jahr rund 70 Millionen Dollar einsparen.
20 Prozent weniger Mitarbeiter und damit geringere Kosten sollen auch bewirken, dass die Gewinnschwelle früher erreicht und der Shareholder-Value verbessert wird. Das ist auch dringend notwendig, denn die Aktie, die während der allgemeinen Interneteuphorie bis auf 57 Dollar stieg, notierte vor kurzem nur noch bei einem Dollar. Der gestrige Schlussstand lag bei 1,9 Dollar und damit acht Prozent unter Vortag.
Die Geschäfte von Razorfish, einer der ältesten und etabliertesten Internetagenturen auf Manhattans Silicon Alley, liefen in den vergangenen Monaten schlecht. Zur Kundschaft gehörten viele IT-Firmen, die entweder schließen mussten oder zumindest ihre Aufträge zurückfuhren. Zuvor war Razorfish eines der wenigen Multimedia-Unternehmen gewesen, die Gewinne erwirtschafteten.
Im nachbörslichen Handel sprang die Aktie bereits um 13 Prozent auf 2,05 Dollar. Am kommenden Donnerstag veröffentlicht Razorfish die Zahlen für das vierte Quartal 2000.

