Dienstag, 6. Februar 2001

Ford "Focus" mit Brennstoffzellenantrieb vorgestellt

Die EU-Kommission plant einen Großversuch mit Brennstoffzellen-Autos in zehn europäischen Städten.

Damit solle der Einsatz von Wasserstoffmotoren unter Marktbedingungungen erprobt werden, sagte EU-Energiekommissarin Loyola de Palacio am Dienstag in Brüssel.

Anlass war die erste Vorstellung eines Ford-"Focus" mit Brennstoffzellenantrieb. Durch Brennstoffzellen angetriebene Autos verursachen keine schädlichen Abgase. In einer chemischen Zelle wird durch die Reaktion von Wasserstoff und Sauerstoff elektrische Energie erzeugt.

Die Kommissarin ließ offen, wann der EU-Versuch für das Antriebssystem der Zukunft starten wird und wo er geplant ist. Brüssel werde nicht vorschreiben, welche Brennstoffzellentechnik eingesetzt werden solle. Autoindustrie und Kraftstoffherstellern bleibe es somit überlassen, ob beispielsweise der Wasserstoff in flüssiger Form oder als Gas gelagert werde.

De Palacio sagte, das Einführen von neuen Ersatzkraftstoffen sei kein einfaches Vorhaben. Eine ausreichende Belieferung müsse gewährleistet sein. Bündnisse in diesem Sektor zwischen Automobilherstellern und Ölgesellschaften seien deshalb zu begrüßen.

Ford will etwa 2004 ein Auto mit Brennstoffzellenantrieb herausbringen, sagte ein Unternehmenssprecher. Für 2007 sei eine weitere Testserie geplant, größere Stückzahlen seien von 2010 an zu erwarten. Ford arbeite mit der Ballard Power Systems zusammen, dem führenden Brennstoffzellen-Anbieter weltweit. Ballard ist nach früheren Angaben auch mit DaimlerChrysler verbunden.

6.2.2001 17:45