Jürgen Schrempp auf Blitz-Visite

Wie tief steckt DaimlerChrysler in der Krise? Bis zum Hals, munkeln Insider. Dass Konzern-Boss Jürgen Schrempp einen Kurz-Ausflug nach Kuwait gemacht haben soll, werten Insider als wichtiges Indiz. Groß scheint die Angst vor einer feindlichen Übernahme zu sein. Aber vielleicht hat er mit den Wüstensöhnen nur übers Wetter geplaudert.
Laut Bericht einer Nachrichtenagentur scheint dem aber nicht so zu sein. DaimlerChrysler-Chef Jürgen Schrempp soll sich mit Vertretern der kuwaitischen Regierung getroffen haben - immerhin der zweitgrößte Aktionär des Autokonzerns.
Die kolportierten, millionenschweren Gesprächspartner: Emir Scheich Dschabir al-Ahmed al-Sabbah, Scheich Ahmed al-Abdullah al-Sabbah (Finanzminister), und Saleh Mubarak al-Falah (Chef der staatlichen Investitionsbehörde).
"Ich weiß nicht, warum er hier ist, aber ich glaube, Herr Schrempp trifft sich mit den Großinvestoren, um Vertrauen aufzubauen", sagte ein kuwaitischer Finanzanalyst mit Blick auf die jüngsten Spekulationen: Insider diskutieren die Möglichkeit einer Übernahme des deutsch-amerikanischen Autobauers. DaimlerChrysler gab keine Stellungnahme ab.
Das Land Kuwait hält rund sieben Prozent an dem Konzern, der in den vergangenen Wochen wegen hoher Verluste bei seiner US-Tochter Chrysler in die Krise geraten war. Vor einigen Tagen kamen zudem Spekulationen auf, beratende Investmentbanken arbeiteten an einer Strategie zur Abwehr einer Übernahme von DaimlerChrysler.

