Rückzug: Philip Morris muss sparen

Weil dem Tabakkonzern Philip Morris eine Milliarden-Klage ins Haus steht, soll in Sachen Werbung gespart werden.
Der US-Tabakkonzern Philip Morris plant seinen Rückzug als Sponsor aus dem Formel Eins Geschäft. Nach einem Vorab-Bericht des Magazin "Focus" werde es zum Ende der Saison 2002 nur noch ein Engagement "auf unterer Ebene und auf Sparflamme " geben. Hauptgrund für den Ausstieg seien notwendige Sparmaßnahmen, hieß es unter Berufung auf das Büro des Konzernchefs Geoffrey C.Bible. Mit seiner Marke Marlboro ist der Tabakkonzern seit 30 Jahren in der Formel Eins tätig.
Derzeit gibt der Konzern den Angaben zufolge jährlich rund 150 Mio. US-Dollar für seine Motorsport-Aktivitäten aus. Da Philip Morris nun eine Sammelklage mit Schadensersatzforderungen in Höhe von knapp 74 Mrd. Dollar drohe, müsse man "einen Sparstrumpf stricken ", so Bible.
In dieser und in der kommenden Saison ist das Unternehmen Hauptsponsor des Ferrari-Rennstalls.
