Grund: Kritik an Organisationskomitee

Die Vorwürfe einiger Vertreter des Internationalen Skiverbandes (FIS) Richtung Organisationskomitee wegen der schlechten Piste beim WM-Slalom der Damen am Mittwochabend in St. Anton haben zu weitreichenden Konsequenzen geführt.
Peter Schröcksnadel, der Präsident des Österreichischen Skiverbandes (ÖSV), hat die für Mitte März (16. bis 18.) in Saalbach geplant gewesene Premiere des Nationencups abgesagt.
Schröcksnadel begründete diesen Entschluss damit, dass der ÖSV auf Grund der Schuldzuweisungen seitens der FIS diese Veranstaltung nicht mehr durchführen wolle. Noch dazu, wo Damen und Herren in Saalbach auf einer Piste hätten fahren müssen. Er habe kein Verständnis dafür, dass die FIS beim Präparieren die Anweisungen gäbe und der ÖSV bei Fehlern zum Handkuss käme. Schröcksnadel: "Unter solchen Umständen wollen wir diese Veranstaltung nicht mehr machen. So geht es nicht."
"Es gab von meiner Seite keine Schuldzuweisungen, ich habe nur gesagt, dass das Resultat der Arbeiten schlecht war. Es hat keinen Vorwurf gegeben, wer falsch gearbeitet hat", verteidigte sich FIS-Präsident Gian-Franco Kasper. Laut seinen Angaben wurde er bereits von vier Ländern kontaktiert, die zur Übernahme bereit wären, nachdem Schröcksnadel ja schon am Vorabend die Absage von Saalbach öffentlich angedroht hatte.
"Jetzt kann ich ja gleich die Verhandlungen mit all jenen beginnen, die für Saalbach einspringen wollen", sagte Kasper. Die Namen der vier interessierten Länder wollte der Schweizer FIS-Präsident vorerst nicht nennen.
