Donnerstag, 8. Februar 2001

Trainer Chromecek: "Leben muss weitergehen"

Die Nordischen Kombinierer absolvieren am Wochenende in Liberec ihre Generalprobe für die am Donnerstag beginnenden Nordischen Ski-WM in Lahti. Die sechs ÖSV-Athleten reisen direkt von der WM-Vorbereitung in Ramsau zum Weltcup-Zweitagesbewerb nach Tschechien.

"Wir lassen das Training aus und absolvieren vor dem Wettkampf nur den Probedurchgang. Wir wollen unsere Leute vor der WM fordern", erklärte Trainer Günther Chromecek. Mario Stecher versucht, sich in seinem ersten Saisonwettkampf für die WM zu qualifizieren.

Auch im Lager der Kombinierer war man geschockt über den Tod von Alois Lipburger. "Aber so hart es klingt, für uns muss das Leben weitergehen, wir stehen voll in der WM-Vorbereitung ", erklärte Chromecek. Die Kombinierer sind daher bei der Verabschiedung Lipburgers am Freitag in Stams nur durch Funktionäre vertreten.

Stecher misst sich nach Meniskusverletzung und Knorpelschaden im rechten Knie erstmals mit der Elite. Der steirische WM-Zweite im Sprint will auch selbst sehen, ob ein WM-Start Sinn macht. Das Training verlief jedenfalls zu seiner Zufriedenheit. "Wer mich kennt, der weiß, dass ich vorne dabei sein will, wenn ich in einem Wettkampf starte", meinte Stecher, der rund 50 Sprünge auf 90-m-Schanzen in den Beinen hat. In Liberec muss er ohne Training auf die Großschanze. Es soll eine rasche Umstellung auf ungewohnte Bedingungen geprobt werden.

Nicht zuletzt von der Leistung Stechers wird es abhängen, ob das ÖSV-Team am Dienstag (Abflug von München gemeinsam mit den Springern) mit fünf oder sechs Kombinierern nach Lahti reist. Weltcup-Spitzenreiter Felix Gottwald, Christoph Eugen und Junioren-Sprint-Weltmeister David Kreiner sind fix, weitere Kandidaten sind Christoph Bieler und Michael Gruber.

8.2.2001 12:03