"Benetton erst 2002 konkurrenzfähig"

Benetton-Teammanager Flavio Briatore hat einen Tag vor der Präsentation des neuen Autos am Dienstag in Venedig erneut darauf hingewiesen, dass man das kommende Jahr als Vorbereitung auf die offizielle Rückkehr von Renault in der Saison 2002 ansieht.
"Wir sind ein junges Team, ein Team, das mitten in der Lernphase ist, weil wir erst für das Jahr 2002 planen, konkurrenzfähig zu sein. Wir haben einen neuen Motor und wir wollen Mitte der Saison konkurrenzfähig sein, aber erst das nächste Jahr wird unser Jahr."
Tatsächlich hat sich Renaults radikal neuer Motor mit einem Zylinderkopfwinkel von 111 Grad als anfällig erwiesen. Zusätzlich kommt noch die Tatsache hinzu, dass man mit Michelin einen neuen Reifenpartner hat und auch Mike Gascyone, der Technische Direktor des Teams, noch nicht lange bei Benetton ist. Dass Benetton 2001 regelmäßig um Siege fahren wird, ist also sehr unwahrscheinlich, zu viele Faktoren sind im Team neu.
Ein neuer Faktor im Team ist auch Jenson Button, doch von dem erwartet sich Briatore sofort einiges: "Wir haben in diesem Jahr sehr gute Fahrer. Jedes Team hat zwei gute Fahrer, aber wir haben zwei der besten Fahrer. Giancarlo Fisichella wird von Jenson Button profitieren, weil dieser ihn antreiben wird. Was Jenson Button in der vergangenen Saison geleistet hat war beachtlich und beim Testen hat er gut ausgesehen. Er ist für das Team ein Plus."
Obwohl Renault durch die Marke Supertec nie ganz aus der Formel 1 verschwand und der Entschluss, im großen Stil zurückzukehren, schon seit Monaten feststeht, rechnet Briatore mit einer Lernphase: "Als sich Renault entschied, das Team zu übernehmen, wusste ich, dass es schwierig werden würde. Dies wird durch die neuen Motoren, Fahrer und Reifen ein Übergangsjahr werden. Aber wir glauben, dass wir für die Zukunft alles haben, um Weltmeister zu werden."
