Montag, 5. Februar 2001

Innauer: "Sind total geschockt"

Trauer über den Unfalltod von Lipburger herrscht am Montag in der Heimatgemeinde Andelsbuch im Bregenzerwald sowie in ganz Vorarlberg. Aber auch Freunde und Kollegen von Alois Lipburger stehen noch unter Schock.

Landeshauptmann Herbert Sausgruber und Sport-Landesrat Siegi Stemer haben in Kondolenzschreiben an die Familie und an den Österreichischen Skiverband (ÖSV) ihre tiefe Betroffenheit über den tragischen Tod des Cheftrainers zum Ausdruck gebracht. Vorarlbergs Sport verliere eine sowohl sportlich als auch menschlich herausragende Persönlichkeit, betonten die beiden Regierungsmitglieder.

Landesrat Siegi Stemer (V): "Alois Lipburger ist als Athlet und als Trainer stets konsequent seinen Weg gegangen, bei allen Erfolgen aber immer der sympathische Mensch geblieben, dem Starallüren fremd waren. Das hat ihn zum großen Sportsmann und zu einem Vorbild für die Jugend gemacht. Sein Tod ist umso tragischer, als gerade jetzt die ersten Früchte seiner Arbeit aufgehen und einige junge ÖSV-Springer im Begriff sind, den Anschluss an die Weltspitze zu finden."

Peter Schröcksnadel (ÖSV-Präsident): "Unsere erste Anteilnahme gehört den Angehörigen. Es ist immer tragisch, wenn jemand stirbt und aus einer Gemeinschaft gerissen wird. Wir werden bei der WM in St. Anton mit Trauerflor fahren und einen Trauergottesdienst abhalten."

Toni Innauer (ÖSV-Rennsportdirektor Sprunglauf und nord. Kombination): "Ich möchte mit dem ÖSV-Präsidenten in erster Linie den Angehörigen auf diesem Weg, persönlich habe ich es schon getan, die tiefste Anteilnahme ausdrücken. Wir sind total geschockt, die ganze Truppe kann es nicht fassen. Wir haben im Moment die Kraft verloren. Wir müssen alles machen, damit die Leute wieder ins Leben zurückfinden."

Andreas Goldberger (ÖSV-Skispringer): "Jeder Trainer, mit dem man zwei Jahre zusammen gearbeitet hat, kann nicht nur ein Betreuer sein. Er war als Mensch und Experte ein guter Mann. Er hatte viele Superseiten, wir werden ihn stark vermissen."

Toni Giger (ÖSV-Alpin-Cheftrainer Herren): "Solche Vorfälle sind immer tragisch. Man kämpft das ganze Jahr für seine Läufer und für die Mannschaft und dann sieht man, wie schnell sich so was relativiert, wie unwichtig auch die Diskussionen hier sind, welches Rennen wann und wo durchgeführt werden soll. Man bemerkt einfach, dass es wichtigere Dinge als den Sport gibt."

5.2.2001 14:53