Jaguar-Pressekonferenz am Dienstag in London

Niki Lauda steht nach Jahren in der Beobachter-Rolle vor einem Comeback in der Formel 1. Bereits am Dienstag soll der 51-jährige Wiener bei einer Pressekonferenz des Jaguar-Teams in London in seiner neuen Rolle in der "Königsklasse des Motorsports" vorgestellt werden.
Für den dreifachen Weltmeister (1975,1977 und 1984) ist dieser Schritt die Rückkehr ins unmittelbare Formel-1-Geschäft. Zuletzt war der einstige Ferrari-Star maßgeblich an Michael Schumachers Wechsel zu dem italienischen Traditionsteam 1996 beteiligt gewesen.
Jaguar-Chef Wolfgang Reitzle und Lauda kennen sich seit langem. Der ehemalige Champion soll einen Zweijahresvertrag erhalten. Die genaue Position Laudas bei Jaguar ist noch nicht bekannt. Voraussichtlich soll er der "Verbindungsmann" zwischen Reitzle und Teamchef Bobby Rahal sein.
Jaguar präsentiert Lauda am Dienstag
"Ich kann noch nicht darüber sprechen, eine Entscheidung ist noch nicht getroffen. Es kann sein, dass es in den nächsten zehn Tagen zu einer Entscheidung kommt", hatte Lauda noch am Montag erklärt. Doch wenige Stunden später kündigte Jaguar in einer offiziellen Aussendung die Präsentation Laudas bereits für Dienstag an. Damit scheint sicher, dass der Österreicher erstmals seit seinem Karriereende als Rennfahrer 1985 einen hauptamtlichen Job in der Formel 1 einnehmen wird.
Nun wieder mehr Zeit
Der Wiener hatte bereits vor einigen Wochen Kontakte zum Jaguar-Chef Reitzle bestätigt, Konkretes war jedoch bisher nicht bekannt geworden. "Es war ein Informationsgespräch", erklärte Lauda damals. Nach seinem "Aus" als Fluglinienbesitzer hat Lauda nun wieder Zeit für eine verantwortliche Position in der Formel 1.
Auch mit Mercedes in Verbindung
Der populäre Ex-Champ war in den vergangenen Jahren vor allem als TV-Experte für den Fernseh-Sender RTL in der Formel 1 engagiert. Nach seinem Lauda-Air-"Abgang" häuften sich die Spekulationen, er werde wieder maßgeblich im Management eines Rennstalls mitmischen. Lauda war unter anderem mit Mercedes in Verbindung, aber auch als möglicher Nachfolger von Formel-1-Boss Bernie Ecclestone ins Gespräch gebracht worden.
Saison 2000 brachte nur vier WM-Punkte
Jaguar kann eine ordnende Hand gut gebrauchen. Die mit vielen Vorschuss-Lorbeeren und enormem finanziellen Aufwand im Vorjahr in die Formel 1 eingestiegene Nobelmarke hat 2000 nur vier WM-Punkte eingefahren. Wie im Vorjahr fährt Eddie Irvine auch in der am 4. März in Melbourne beginnenden Saison für Jaguar. Das zweite Cockpit erhielt der brasilianische Neuling Luciano Burti.
Jean Todt und Ross Brawn weiter bei Ferrari
Ferrari hat die personellen Voraussetzungen für eine langfristige Zusammenarbeit mit dem dreifachen Formel-1- Weltmeister Michael Schumacher geschaffen, dessen Vertrag Ende 2002 ausläuft. Die drei Schlüsselfiguren - Teamchef Jean Todt, der Technische Direktor Ross Brawn und Chefdesigner Rory Byrne - bleiben bis Dezember 2004 dem italienischen Rennstall treu.
