80 Prozent der Österreicher dagegen

Ein Jahr nach Verhängung der Sanktionen der EU gegen die schwarz-blaue Regierung sind die Österreicher neuerlich über Brüssel empört. Fast 80 Prozent der Bevölkerung halten die Notschlachtung von rund zwei Millionen Rindern wegen der BSE-Krise und dem darauffolgenden Zusammenbruch des Rindfleischmarktes für "nicht gerechtfertigt".
In diesem Fall deckt sich die Meinung des Volkes mit
jener der Opinion-leader: Acht von zehn österreichischen Führungskräften lehnen die Notschlachtungen ebenfalls ab.
Den Appetit auf Tafelspitz, Wiener Schnitzel, Brathuhn oder Karpfen wollen sich die Österreicher durch die BSE-Krise allerdings nicht verderben lassen.
Auf die allgemeine Frage "Wie hoch ist Ihr Vertrauen in die Qualität von Fleisch aus biologischer Viehzucht" antworten acht von zehn Österreichern, sie sehen keinen Grund, durch die BSE-Krise an der Qualität des Fleisches zu zweifeln. An tadelloses Rindfleisch glauben 73 Prozent der Österreicher, Schweinefleisch wird trotz Dopingskandal ebensogut
beurteilt.
Das Hühnerfleisch, das hierzulande auf die Tische kommt, halten acht von zehn Österreichern für unbedenklich. Auch in die Qualität von Fisch haben die Österreicher Vertrauen: Nur elf Prozent sind mißtrauisch.
