Lob für Hans Sallmutter

Gegen Selbstbehalte zur Sanierung der Krankenkassen wendet sich die Ärztekammer. Präsident Otto Pjeta lehnte am Freitag auch die Reduktion von Honoraren ab, "das würde letztlich auch zu einer Reduzierung der Leistungen führen und damit würde man natürlich auch bei Patienten direkt einsparen".
Lob gab es von Pjeta für den vor der Ablöse stehenden Präsidenten des Hauptverbandes, Hans Sallmutter. Die Ärztekammer habe sich in der Debatte zu diesem Thema "in letzter Zeit nicht direkt zu Wort gemeldet, auch deswegen, weil Sallmutter als direkter Gesprächspartner jemand gewesen ist, mit dem man sich hat verständigen können".
Die Regierung hat die angekündigte Ablöse Sallmutters ja damit begründet, dass der Präsident zur Abdeckung des Defizits der Sozialversicherungen immer wieder von Beitragserhöhungen gesprochen hatte. Allerdings war diese Idee zuletzt auch innerhalb der Koalition vor allem seitens der ÖVP nicht vollständig ausgeschlossen worden.
Was die Sanierung der Krankenkassen betrifft, sagte Pjeta, "wir sind natürlich nicht die Kostenrechner der Sozialversicherungen". Es werde aber möglich sein, "im einen oder anderen Bereich auch durch Entlastung der Spitäler Geld einzusparen". Andererseits gab Pjeta zu bedenken, dass es "verschiedene Bereiche gibt, wo man Verbesserungen im Leistungsangebot schaffen könnte". Er denke dabei an die Hauskrankenpflege, "wor mit den Sozialversicherungen nicht eine gute Verhandlungs- und Gesprächsebene aufgebaut" werden konnte. Mit Selbstbehalten würde er "sehr vorsichtig umgehen". Es sei die Frage, ob tatsächlich mit zehn oder 20 Prozent "wirklich eine gute Finanzierung der Sozialversicherung geschaffen wird".
