"Wahl - innere Angelegenheit d. israelischen Volkes"

Auch nach der Wahl Ariel Sharons zum neuen israelischen Ministerpräsidenten, wollen die Palästinenser die Nahost-Friedensgespräche fortsetzen. Den politischen Wechsel bewertet die palästinensische Führung als "innere Angelegenheit des israelischen Volkes". Sahron hingegen lehnt vorerst eine Fortsetzung der Gespräche ab.
Mit der Regierung des bisherigen Ministerpräsidenten Ehud Barak sei vereinbart worden, die Friedensgespräche nach der Wahl und der israelischen Regierungsbildung wieder aufzunehmen, so die palästinensische Seite.
In ihrer Erklärung bestand die palästinensische Führung auf "der Notwendigkeit einer arabischen und internationalen Beteiligung, besonders der neuen US-Regierung, der EU und Russlands, an den israelisch-palästinensischen Verhandlungen". Den politischen Wechsel nach der Ministerpräsidentenwahl in Israel vom Dienstag bewertete die palästinensische Führung "als innere Angelegenheit des israelischen Volkes". Der "einzige Aspekt", den die palästinensische Führung" daran interessiere, sei "die israelische Position im Friedensprozess". Zuvor hatte der palästinensische Unterhändler Saeb Erekat bereits bekräftigt, die Verhandlungen dürften "nicht wieder bei Null anfangen". Unter Barak standen die Friedensgespräche angeblich kurz vor einer Einigung.
Der palästinensische Unterhändler Nabil Shaath warnte vor einer weiteren Eskalation der Gewalt und "blutigen Auseinandersetzungen", falls Sharon die bisher ausgehandelten Verträge nicht anerkenne.
Sharon lehnt Forderung d. Palästinenser vorerst ab
Der diplomatische Berater des neu gewählten israelischen Premiers Ariel Sharon, Salman Shoval, sagte gegenüber AFP am Donnerstag, Sharon lehne die Forderung der Palästinenser ab, die Nahost-Friedensverhandlungen an dem Punkt fortzusetzen, wo sie Ende Jänner im ägyptischen Taba abgebrochen wurden. In Taba habe es keine Einigung gegeben und Sharon habe bereits während des Wahlkampfs erklärt, dass die dortigen Gespräche für die neue Regierung keine Relevanz haben würden, betonte Shoval.
