Mehr als die Hälfte der EU-Bürger für Euro-Einführung
Eine überwältigende Mehrheit der EU-Bürger unterstützt eine gemeinsame europäische Sicherheits- und Verteidigungspolitik. Laut der am Donnerstag veröffentlichten Eurobarometer-Umfrage stehen zwei Drittel der EU-Bevölkerung hinter den EU-Plänen, nur jeder Siebte lehnt sie ab.
In Österreich stieg die Zustimmung trotz der anhaltenden Widerstände gegen eine Aufgabe der Neutralität um 4 Prozent auf 65 Prozent. Belgier, Griechen, und Italiener gehören zu den größten Befürwortern. EU-weit sprachen sich 73 Prozent für eine europäische Verteidigungspolitik aus. Eine gemeinsame europäische Außenpolitik wird von 65 Prozent unterstützt.
Nur etwas mehr als die Hälfte der EU-Bürger sind dagegen für die Einführung des Euro, der Anfang nächsten Jahres in zwölf EU-Staaten die nationalen Währungen ersetzen soll. 37 Prozent sprachen sich dagegen aus. Mehrheitlich abgelehnt wird die gemeinsame Währung weiterhin in den drei Ländern, die der Euro-Zone bisher ferngeblieben sind, nämlich Schweden, Großbritannien und Dänemark sowie in Finnland. Die Österreicher liegen mit einer Zustimmungsrate von 53 Prozent (+ 5) im EU-Durchschnitt.
Positiv wird die Entwicklung der Beschäftigungslage eingeschätzt. 30 Prozent rechnen im laufenden Jahr mit einer Verbesserung, nur 23 Prozent mit einer Verschlechterung. Österreich schwimmt etwas gegen den Trend: 17 Prozent rechnen mit einer Verbesserung, 30 Prozent mit einer Verschlechterung, knapp die Hälfte erwartet keine Veränderung der Lage. Das Vertrauen der EU-Bürger in die EU-Kommission, die Brüsseler Exekutive der EU, ist gegenüber dem Frühjahr 2000 deutlich um 6 Prozent auf 46 Prozent gewachsen, vor allem in Spanien und Italien.
