Donnerstag, 8. Februar 2001

"Mehrphasen-Ausbildung" für Fahranfänger

Eine "Mehrphasen-Ausbildung" für Fahranfänger soll die "überproportional" hohen Unfallzahlen von Führerscheinneulingen signifikant und nachhaltig reduzieren. Vermittelt werden sollen unter anderem Strategien zur Gefahrenbewältigung durch möglichst realitätsnahes Erleben am Testgelände. Das ganze würde allerdings um einiges mehr kosten als bisher.

Zwar brachte die Einführung des Führerscheins auf Probe im Jahr 1992 eine deutliche Verbesserung, doch kommen nach wie vor 45 Prozent jener Personen, die im Alter von 15 bis 24 Jahren sterben, im Straßenverkehr ums Leben, betonte Gregor Bartl vom Kuratorium für Schutz und Sicherheit. Ein "Ausweg" sei die generelle Mehrphasen-Fahrausbildung.

Dabei sollen nicht nur eines oder mehrere Elemente der Fahrerfortbildung an die Führerscheinprüfung angehängt werden - die Ausbildung soll ein aufeinander abgestimmtes Maßnahmenbündel sein: Fahrschulausbildung, Führerscheinprüfung, Feedback im Straßenverkehr, Fahrsicherheitstraining und eine psychologische Fahrerfortbildung.

Die Mehrphasen-Fahrausbildung soll eine "ganzheitlich zu betrachtende Ausbildungsphase" mit aufeinander abgestimmten Elementen sein, die kein starres Konzept bilden, sondern Flexibilität gewährleisten, erklärte Norbert Hausherr, stellvertretender Fachverbandsvorsteher der Fahrschulen. Gemeint sei damit, dass der Fahrschüler in einem vorgegebenen zeitlichen Rahmen von etwa einem Jahr selbst einteilen könne, wann und bei welcher Institution er welche Schritte absolviere, so Hausherr. Diese zusätzlichen Elemente sollten die gesamte Fahrausbildung nicht "übergebührlich" - höchstens um rund 25 Prozent - verteuern.

8.2.2001 13:05