Min. 15.000 Demonstranten bei Kundgebung für Wahid
Tausende Menschen haben am Mittwoch in der indonesischen Provinz Ostjava den dritten Tag in Folge ihre Unterstützung für Präsident Abdurrahman Wahid bekundet. Mindestens 15.000 Demonstranten versammelten sich vor dem Parlamentsgebäude der Hauptstadt Surabaya.
Sie drohten mit einem bewaffneten Aufstand, falls Wahid durch ein Amtsenthebungsverfahren gestürzt werde.
Bei einer weiteren Kundgebung von Wahid-Anhängern wurden Steine gegen ein Büro der Golkar-Partei des ehemaligen Machthabers Suharto geworfen. Diese hatte Wahid im Parlament besonders hart angegriffen. Ostjava ist die Heimatprovinz von Wahid, der seine Anhänger in den vergangenen Tagen zu Ruhe aufgerufen hatte.
Ein Untersuchungskomitee hatte vergangene Woche einen Bericht vorgelegt, in dem Wahid unter anderem vorgeworfen wird, er sei über einen illegalen Transfer in Höhe von umgerechnet über 56,3 Millionen Schilling (4,09 Mill. Euro) auf das Konto eines Geschäftspartners informiert gewesen. Beweise für eine persönliche Bereicherung Wahids wurden nicht gefunden. Das Parlament tadelte Wahid und forderte ihn auf, sein Verhalten binnen drei Monaten zu erklären.
