Dienstag, 6. Februar 2001

Clintons zur Rückgabe umstrittener Geschenke bereit

Der frühere US-Präsident Bill Clinton und seine Frau Hillary wollen umstrittene Geschenke an das Weiße Haus zurückgeben, wenn sich bestätigt, dass sie nicht für sie persönlich gedacht waren.

Das versicherte das Ehepaar in einer gemeinsamen Erklärung. Mehrere Spender hatten nach Angaben der "Washington Post" zuvor beklagt, dass die Clintons beim Auszug am 20. Jänner Möbel mitgenommen haben, die der Neuausstattung des Weißen Hauses dienen sollten und nicht privaten Zwecken.

Die "Post" zitierte auch am Dienstag einen Möbelhersteller, der ein 3.000 Dollar (3.218 Euro/44.283 S) teures Sofa gestiftet hatte, das jetzt eines der Clintonschen Privatvillen ziert. "Es war ein Geschenk für das Weiße Haus, nicht für die Clintons. Ich hätte ihnen persönlich nie etwas geschenkt", sagte der Mann.

Bill und Hillary Clinton betonten in ihrer Erklärung, die umstrittenen Möbelstücke und ein Teppich im Gesamtwert von rund 28.000 Dollar seien in Unterlagen als private Geschenke ausgewiesen worden. Sollte sich dies als Irrtum erweisen, würden sie sich von den Gaben trennen. Insgesamt hatten die Clintons Geschenke im Wert von etwa 190.000 Dollar aus dem Weißen Haus mitgenommen. Nach heftiger Kritik erklärten sie sich dann bereit, für knapp die Hälfte zu bezahlen.

6.2.2001 17:26