"Monica Lewinsky" ist eine Beleidigung

Eine Amerikanerin darf ihren früheren Professor verklagen, weil er sie mehrfach als "Monica Lewinsky" bezeichnet hat. Höhepunkt der Beleidigungen: "Sei still, Monica. Ich gebe dir später eine Zigarre."
Der Professor habe 1998 öffentlich bemerkt, dass die spätere Klägerin - damals eine seiner Studentinnen - die gleiche Lippenstiftfarbe wie Lewinsky trage und sie gefragt, wie ihr Wochenende mit Bill gewesen sei, erklärte Bezirksrichter David Hurd in seiner Begründung für die Zulassung der Klage. Lewinskys Affäre mit dem damaligen US-Präsidenten Bill Clinton verursachte seinerzeit Schlagzeilen.
Ferner habe der Professor vor ihren Kommilitonen zu der Studentin gesagt: "Sei still, Monica. Ich gebe dir später eine Zigarre." Die heute 23-Jährige habe den Professor erfolglos gebeten, sein Verhalten zu ändern. Die Universität habe es abgelehnt, einzugreifen. Im vergangenen Mai reichte die Frau schließlich Klage gegen die Staatsuniversität von New York in New Paltz ein, weil der Professor ein "sexuell feindliches Klima" geschaffen habe. Dessen Anwalt Kenneth Kelly erklärte am Freitag, die Vorwürfe seien lächerlich. "Das ist keine sexuelle Belästigung", sagte er.
Der Anwalt der Klägerin sagte, das Verhalten des Professors habe seine Mandantin in eine schwierige Lage gebracht. Einige ihrer Kommilitonen hätten sie nur unter dem Namen Monica gekannt. Der heute 72-jährige Professor ist inzwischen im Ruhestand.
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