Mittwoch, 31. Jänner 2001

"Mörtel" holt Hollywood-Star in die Oper

Diashow: Farrah Fawcett

Richard Lugners "Opernballspende" 2001 heißt Farrah Fawcett. Bei einer Pressekonferenz in seiner Lugner City am Mittwoch lüftete der Baumeister das Geheimnis.

Strahlend verriet der Baumeister gemeinsam mit Ehefrau "Mausi" in der Lugner City, wer bei der Veranstaltung am 22. Februar seine Seite zieren wird. Die 54-jährige Schauspielerin schaffte in den siebziger Jahren den Durchbruch als einer von "Charlies Engel", eine Fernsehserie, die erst kürzlich als Kinofilm Wiederauferstehung feierte. Ihren größten Erfolg hatte die Amerikanerin 1986 als misshandelte Frau in dem Streifen "Extremities".

In die engere Wahl als Gast kam Lugner zufolge auch das Supermodel Carmen Electra. "Aber von der gibt es auch Nacktbilder, die hat sich schon in jeder Lebenslage fotografieren lassen", begründete der Baumeister seine Absage. "Dann heißt es wieder, wir bringen nur Nacktstars auf den Opernball."

Zu der Entscheidung für Fawcett führte noch eine andere Überlegung: Für die traditionelle Autogrammstunde in der Lugner City vor dem Ball wäre Electra nicht publikumswirksam genug gewesen. "Die kennen schließlich nur wenige, die Fawcett kennen alle", sagte der Baumeister. Auch eine Opernsängerin würde "nicht unbedingt in die Lugner City passen".

Gerüchte, dass Fawcett noch kürzlich an Tablettensucht gelitten hat, wiesen die Lugners zurück. "Magersüchtig war sie aber schon", räumte "Mausi" ein. Am Abend vor dem Ball wird der Baumeister seinen Gast zusammen "mit einem Mitglied der Bundesregierung" zu einem Dinner im hauseigenen Lokal einladen. Auf dem Speiseplan steht Fisch. "Wegen der BSE-Krise", sagte Christine Lugner.

Versöhnliche Töne fand Lugner für die Organisatoren des Opernballs. "Das Kriegsbeil ist wieder eingegraben", so der Baumeister. Außerdem habe ihm Elisabeth Gürtler zugesagt, dass er die begehrte Loge im ersten Rang erhält. "Aus der im Parterre sind mir die Gäste immer weggelaufen", erklärte der "Seitenblicke-König".

Mit Fawcett bringt Richard Lugner bereits zum zehnten Mal einen schillernden Gast zum Opernball. Begonnen hat alles mit Harry Belafonte im Jahr 1992. Für 1991 war bereits Filmdiva Gina Lollobrigida geplant gewesen, doch wurde damals die Veranstaltung wegen des Golfkrieges abgesagt. Zweifelloser Höhepunkt war wohl der Besuch von "Förtschi" Sarah Ferguson, Herzogin von York. Weiters "spendete" der Baumeister Raquel Welch, Joan Collins, Ivana Trump, Sophia Loren, Grace Jones, Faye Dunaway und Jaqueline Bisset sowie Nadja Abdel Farrag im Vorjahr.

31.1.2001 17:45

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