Einer der bedeutendsten Vertreter moderner Malerei

Der Doyen der österreichischen modernen Malerei, Max Weiler, ist tot. Er starb 90-jährig am Montag um 15 Uhr in einem Wiener Spital, wie die Witwe Weilers, Yvonne Weiler, am späten Montagabend bestätigte.
Zahlreiche Ausstellungen in der ganzen Welt haben den gebürtigen Tiroler als einen der bedeutendsten Vertreter der zeitgenössischen Malerei bestätigt. Zentrales Thema seines Schaffens ist die Natur, deren inneres Wesen er mit einer abstrahierten Formensprache zu erfassen versuchte.
Weiler, geboren am 27. August 1910 in Absam in Tirol, schuf ab 1928 ein umfangreiches malerisches und grafisches Oeuvre bestehend aus Tafelbildern, Aquarellen, Zeichnungen und Druckgrafiken sowie ab 1946 bedeutenden Serien vonzunächst heftig umstrittenenFresken sowie Mosaiken, Glasbildern und Keramikwandbildern im öffentlichen Raum.
Der Künstler war von 1964 bis 1981 Professor für Malerei an der Akademie der bildenden Künste in Wien, 1960 vertrat er Österreich auf der Biennale in Venedig. 1961 erhielt er den Großen Österreichischen Staatspreis, 1979 wurde er mit dem Ehrenzeichen für Wissenschaft und Kunst ausgezeichnet. Im September des Vorjahres wurde Weiler von Bundeskanzler Wolfgang Schüssel (V) mit dem Großen Goldenen Ehrenzeichen am Band mit dem Stern ausgezeichnet.
Alles, was für ihn in den letzten Jahren geschehen ist, hat ihn unfassbar gefreut, erklärte die Witwe Weilers, Yvonne, in einer ersten Reaktion gegenüber der APA am späten Montagabend; Weiler sei in unglaublicher Harmonie gestorben. Yvonne Weiler bestätigte, dass der Bildhauer Wander Bertoni die Totenmaske abgenommen habe.
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