Donnerstag, 1. Februar 2001

"Lufthansa nannte im Auftrag der AUA falschen Preis"

Niki Lauda plant rechtliche Schritte: Der Airline-Gründer will sich gegen eine von der AUA ausgehenden "Falschinformation" über den Kaufpreis für Lauda Air-Aktien, die sich bisher im Besitz der Lufthansa befunden haben, wehren.

Der Lauda Privatstiftung sei von der Lufthansa im Auftrag der AUA ein Kaufpreis von 7,40 Euro je Lauda-Aktie genannt worden, dabei habe die AUA mehr bezahlt, wisse er aus zuverlässiger Quelle, sagte Niki Lauda am Donnerstag.

Über die Privatstiftung hat Lauda das Recht, 8,9 Prozent am 20-Prozent-Paket der Lufthansa "aufzugreifen". Die Frist dafür ist bereits verstrichen, ohne dass Lauda von seinem Aufgriffsrecht gebraucht gemacht hätte. Jetzt warte er darauf, dass ihm die Lufthansa den korrekten Kaufpreis mitteilt. Damit beginne eine neue Frist von vier Wochen, so Lauda.

"Die Lauda Stiftung überlegt sich jeden rechtlichen Schritt, wir werden tun, was möglich ist", sagte Lauda. Seine Privatstiftung hält 29 Prozent an der Lauda Air, dazu kommen noch 1,3 Prozent, die im Besitz von Niki Lauda sowie ihm nahestehenden Personen stehen.

Wie berichtet hat die AUA gestern, Mittwoch, Abend bekanntgegeben, dass sie nunmehr über 54,6 Prozent der Lauda-Air-Stimmrechte statt früher 35,9 Prozent verfügt. Neu hinzu kamen 11,1 Prozent von der Lufthansa, 4,9 Prozent von der SKWB. Über ihre Leasing-Tochter ALF hält die AUA weitere 2,7 Prozent. Der Lufthansa-Anteil an der Lauda Air hat sich auf nunmehr 8,9 Prozent verringert, die jedoch von der AUA bereits erworben wurden; der Deal ist aber noch in Abwicklung.

1.2.2001 15:24