Mittwoch, 31. Jänner 2001

Boltz: "Strompreis wird niedriger"

Wirtschaftsminister Martin Bartenstein hat den Chef der neu gegründeten Elektrizitäts-Control GesmbH, der obersten Aufsichtsbehörde für den künftig voll liberalisierten Strommarkt, vorgestellt:

Mit Walter Boltz (47) werde die oberste Regulierungsbehörde des Strommarktes ab 1. März mit einem profunden Kenner des österreichischen Strommarktes besetzt. Boltz, der seit 1999 in der Geschäftsleitung von PriceWaterhouseCoopers für Energie verantwortlich sei, habe das Wirtschaftsministerium in den vergangenen Monaten in Grundsatzfragen der Strom- und Gasliberalisierung beraten, sagte Wirtschaftsminister Martin Bartenstein. .

Bartenstein unterstrich, dass die völlige Öffnung des österreichischen Strommarktes ab 1. Oktober 2001 für eine weitere Reduktion des Strompreises sorgen werde. Schon im Vorjahr seien wegen des zunehmenden Wettbewerbs am Markt für elektrische Energie die heimischen Strompreise um durchschnittlich 4,4 Prozent gesunken. Dies habe der Industrie, dem Gewerbe und den Haushalten einen Vorteil von 2,5 Mrd. S (182 Mill. Euro) gebracht. Diese Effekte gingen über die Mehrbelastungen durch die Energieabgabe hinaus, so Bartenstein.

Walter Boltz ist ebenfalls überzeugt, dass durch die Liberalisierung ein neues Preissenkungspotenzial für die heimischen Stromverbraucher eröffnet werde. Keinerlei Sorge hat Boltz, dass Österreich mit der Strommarktliberalisierung in eine Krise a la Kalifornien schlittern könnte. Erstens werde in Österreich nicht der kalifornische Fehler, wo die Endverbraucherpreise eingefroren worden seien, nachgemacht, und zweitens sei das Stromangebot in Österreich und ganz Europa wesentlich größer als die Nachfrage.

31.1.2001 15:10