George W. Bush: Energiekrise könnte um sich greifen

US-Präsident George W. Bush hat vor einer landesweiten Energiekrise gewarnt. Ein nationaler Energieplan soll das Schlimmste verhindern.
"Unsere Regierung ist darüber tief besorgt", sagte Bush. "Es wird jetzt sehr deutlich, dass unsere Nachfrage das Angebot übersteigt", gab er zu.
Bush beauftragte Vize-Präsident Dick Cheney, mit anderen Kabinettsmitgliedern einen nationalen Energieplan auszuarbeiten. Damit reagierte er auf Bitten der kalifornischen Nachbarstaaten. Dort sind die Energie-Preise durch die Probleme in Kalifornien rapide gestiegen.
Der Strom ist knapp, da die Staaten im Nordwesten im Winter normalerweise Energie von Kalifornien geliefert bekommen. Das ist diesmal nicht der Fall. Stattdessen hatte Kalifornien in den vergangenen Wochen selbst den Energie-Notstand ausgerufen und Strom wiederholt abschalten müssen.
Die Situation könnte sich im Sommer noch verschlimmern, wenn die vielen Klimaanlagen eingeschaltet sind, befürchten Experten. Außerdem könnte die im Sommer an Kalifornien gelieferte Energie aus dem Norden ausbleiben. Denn die Wasserkraftwerke der nördlichen Nachbarn arbeiten durch die Trockenheit in diesem Jahr nicht mit voller Auslastung.
Der Engpass in Kalifornien war entstanden, da der Strommarkt in dem Staat liberalisiert, die Nachfrage rasant stieg und über Jahre keine neuen Kraftwerke mehr gebaut wurden.
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