Montag, 29. Jänner 2001

Protest gegen terrestrisches Sendeverbot

Der private Salzburger Regionalfernsehsender "Salzburg TV" protestiert neuerlich gegen das Verbot, österreichisches Privatfernsehen über terrestrische Sender zu verbreiten.

Chefredakteur Ferdinand Wegscheider und seine beiden Kollegen Bertl Göttl und Christian Jörgner halten von Dienstag, dem 30. Jänner bis zum Mittwoch, dem 31. Jänner 2001 im Bereich der Senderplattform auf dem Untersberg eine 24-stündige Mahnwache ab, wurde heute, Montag, Nahmittag mitgeteilt. Demonstriert wird "gegen das menschenrechtswidrige Sendeverbot und die zwangsweise Abschaltung des Senders im Oktober des Vorjahres".


Wegscheider, der bereits im vergangenen Herbst mit einem Hungerstreik in der Salzburger Altstadt gegen die jahrelange Verhinderung von Privatfernsehen in Österreich protestiert hat, und seine beiden Kollegen werden die eiskalte Nacht auf 1.853 Metern in einem Zelt verbringen.

"Salzburg TV" sendet sein Regionalfernsehprogramm seit September 1995 in den Kabelnetzen in Stadt und Land Salzburg und kämpft ebenso lange um die terrestrische Verbreitung des Programms im Zentralraum Salzburg. In der Stadt Salzburg sind nur 15 Prozent der Haushalte verkabelt.

Der Versuch des Unternehmens, im Vorjahr einen Probebetrieb bewilligt zu bekommen, wurde vom Verkehrsministerium mehrfach abgelehnt, ein auf dem Untersberg in Betrieb genommener Sender abgedreht und beschlagnahmt. Dagegen hat "Salzburg TV" beim Verfassungsgerichtshof Beschwerde erhoben.

29.1.2001 17:32