Mittelstürmer Janssen teuerster Einkauf

Der Fußball-max.Bundesligist Austria Wien hat mit den Verpflichtungen von Jochen Janssen und Fernando Ariel Troyansky das Einkaufsprogramm für die Frühjahrssaison abgeschlossen.
"Jetzt haben wir den Kader beisammen. Bei den beiden Neuen handelt es sich um Typen, die wir bis jetzt nicht im Team hatten", meinte Sportdirektor Arie Haan am Montag. Der 25-jährige Belgier Janssen, für kolportierte 70 Mio. belgische Francs (23,9 Mio. S/1,74 Mio. Euro) teuerster Einkauf der Vereinsgeschichte, wird als Mittelstürmer, der um zwei Jahre jüngere Argentinier Troyansky als linker Verteidiger in der geplanten Viererkette tätig sein.
Für Troyansky, der bisher bei C.A. Los Andes in Buenos Aires unter Vertrag war, ging mit dem Wechsel nach Europa ein kleiner Traum in Erfüllung. "Ich war ziemlich gierig auf einen Vertrag in Europa und möchte hier zeigen, was ich kann. Natürlich könnte die Austria ein Sprungbrett zu einem noch größeren Klub sein", sagte der Linksfuß, der der erste Südamerikaner in den Reihen der Veilchen seit dem Argentinier Jose Percudani Ende der 80er-Jahre ist.
Mit der Verpflichtung des Gauchos ist die Austria dem von Haan und Trainer Heinz Hochhauser angepeilten 4-4-2-System einen wichtigen Schritt näher gekommen. "Wir haben uns in diese Richtung verstärkt, zuvor fehlte uns für die Viererkette der nötige Linksverteidiger. Ob der Anzug aber richtig passt, werden wir erst im Trainingslager sehen", erklärte Hochhauser. Troyansky, dessen Großeltern aus Polen stammen, war Haan auf dessen Südamerika-Reise Anfang Dezember aufgefallen, wobei er eigentlich einen Stürmer hatte beobachten wollen.
Die Janssen-Verpflichtung bezeichnete Haan als glückliche Fügung: "So eine Geschichte passiert nicht alle Tage." Das Glück der Austria war das kurzfristige Unglück des Belgiers beim FC Brügge, denn nach einer Verletzung vermochte sich Janssen nicht mehr in die Stammelf des in Hochform agierenden belgischen Meisters spielen. "Ich wollte um jeden Preis wieder spielen. Und die Austria ist in Belgien noch dazu ein relativ großer Name", meinte der kopfballstarke Angreifer, der so wie Troyansky für zweieinhalb Jahre unterschrieben hat.
Seit Montag haben die Wiener mit Nico De Bree auch einen neuen Tormanntrainer. De Breer, der übrigens 1978 im Europacupfinale der Cupsieger zwischen der Austria und RSC Anderlecht das Tor der Belgier gehütet hatte, wird damit Christian Schmölzer ablösen. Franz Wohlfahrt, der mit schweren Leistenproblemen außer Gefecht gesetzt war, befindet sich auf dem Weg der Besserung und wird im Trainingslager in Spanien ins Tor zurückkehren.
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