Samstag, 3. Februar 2001

Rohrwände sind unstabil

AKW Temelin

Bei der Suche nach den Ursachen von Vibrationen an der Turbine des AKW Temelin taucht nun ein neues Problem auf: Die Wände der Rohrleitungen sind zu dünn und deshalb nicht ausreichend stabil.

Dies erklärte der stellvertretende Chef der Staatlichen Behörde für Atomare Sicherheit (SUJB), Karel Böhm, gegenüber der tschechischen Tageszeitung "Pravo".

"Die Rohrleitung ist zwar aus aus einem festen und teueren Stahl hergestellt, sie könnte sich allerdings angesichts der geringen Stärke der Wände nach einer gewisser Zeit verbiegen", sagte Böhm. Man werde deshalb auf jeden Fall die Rohre mit speziellen Bandagen befestigen.

Darüber hinaus bestätigte Böhm, dass die vor einigen Tagen festgestellten Risse an der Dampfzuführungsrohrleitung nicht mikroskopisch - wie zunächst vermutet -, sondern 45 Zentimeter lang sind und quer durch die Leitung gehen. Der beschädigte Teil der Leitung wurde mittlerweile ersetzt.

Unterdessen wurde bekannt, dass die Vibrationen an den Regelungsventilen der Rohrleitung entstehen. Deshalb reisten am Freitag tschechische Experten in das slowenische Atomkraftwerk Krsko, wo man ein ähnliches Problem lösen musste.

3.2.2001 11:29