Donnerstag, 1. Februar 2001

Gewerkschaften fordern bessere Arbeitsbedingung

Ein Streik der Verkehrsbetriebe in Paris hat heute, Donnerstag, das öffentliche Leben fast lahmgelegt. Die Gewerkschaften, die zu dem Streik aufgerufen haben, fordern bessere Arbeitsbedingungen.

Am Morgen standen die Pendler in langen Schlangen an den Haltestellen, um einen Platz in einem der wenigen eingesetzten Busse oder in einer Metrobahn zu ergattern. Lediglich die neue Metro-Linie 14 verkehrte wie gewohnt: Die Züge fahren ohne Führer.

Viele Pendler stiegen auf das Auto um. Nach Angaben der Behörden stauten sich die Fahrzeuge auf den Haupteinfallsstraßen nach Paris auf einer Länge von rund 260 Kilometern. Die Streikenden fordern die Schaffung neuer Arbeitsstellen, bessere Arbeitsbedingungen und höhere Löhne. Der Streik soll noch bis zum Betriebsschluss am Freitag um 00.10 Uhr dauern.

Bereits vergangenen Dienstag hatten zehntausende Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes für höhere Gehälter demonstriert. Erstmals seit 1997 einigten sich alle sieben Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes auf einen gemeinsamen Streikaufruf. In der Hauptstadt Paris sowie allen größeren Städten des Landes versammelten sich am Mittag jeweils mehrere tausend Demonstranten zu Protestkundgebungen.

1.2.2001 11:51