Dienstag, 30. Jänner 2001

Rollenverteilung zw. Frauen und Männer zu traditionell

Herbe Kritik erntete Österreich für seinen Umgang mit den Frauen. Österreich wird vom CEDAW-Komitee der UNO als zu traditionell in seiner Rollenverteilung zwischen Frauen und Männern kritisiert.

Das Komitee gibt konkrete Empfehlungen an Österreich, die Gleichstellung der Frauen voranzutreiben. "Diese Empfehlungen sind in Wahrheit Verpflichtungen, da wir uns seit 1982 verpflichtet haben, die CEDAW-Konvention umzusetzen", erklärte Barbara Prammer, SPÖ-Bundesfrauenvorsitzende, in einer Pressekonferenz des Vereins Frauenrechte Menschenrechte am Dienstag in Wien.

Anlass dazu war die Frauen-Enquete im Parlament "Sag mir, wo die Frauen sind...?", die ebenfalls am Dienstag über die Bühne ging. Zentraler Punkt der Forderungen des CEDAW (Convention on the Elimination of all Forms of Discrimination against Women) ist eine Frauenverträglichkeitsprüfung aller politischen Maßnahmen. Entscheidungen, die die Regierung trifft, müssten den Frauen in ihrer Zielsetzung nach Gleichstellung entgegenkommen, erklärte Rosa Logar, Obfrau des Vereins der österreichischen Frauenhäuser. Weiters müsse Öffentlichkeitsarbeit gefördert sowie die "Verbreitung und Zugänglichmachung aller Grundlagen im Rahmen der UNO-Frauenkonvention, um ein Bewusstsein zu wecken für die nötigen Schritte zur Sicherstellung der Gleichstellung der Frauen", forciert werden.

30.1.2001 12:49