Freitag, 26. Jänner 2001

Rosenkrieg der Beckers endgültig beigelegt

Der spektakuläre Rosenkrieg zwischen Barbara und Boris Becker ist nach Angaben ihrer amerikanischen Anwälte endgültig beigelegt. Beide Seiten hätten sich geeinigt, teilte eine Sprecherin von Boris Beckers Anwalt, Robert Kohlman, Donnerstagabend (Ortszeit) mit.

Offen war bisher vor allem die genaue Höhe der Abfindung, die Barbara Becker erhält.
Die Sprecherin wollte keine Details der Einigung nennen, dies werde am Freitag (Ortszeit) geschehen. Sie betonte aber: "Der Fall ist zu Ende". Auch Barbara Beckers Anwalt, Evan Marks, deutete eine Einigung an. Es werde am Freitag um 11.00 Uhr (17.00 MEZ) eine Pressekonferenz in Miami geben und er sei "verhalten optimistisch", dass dabei ein gutes Ergebnis bekannt gegeben werden könne. Barbara Becker sei mit ihren Anwälten "sehr zufrieden", fügte Marks hinzu.

Die US-Anwälte von Barbara und Boris Becker hatten am Vortag bereits angekündigt, dass sie mit einer Einigung bis zum Wochenende rechnen. Während der bisher letzten Anhörung am vergangenen Donnerstag hatten sich die Anwälte noch gegenseitig vorgeworfen, die ausgehandelten Abmachungen nicht einzuhalten. Die Hamburger Zeitschrift "Gala" hatte berichtet, Barbara Becker (34) werde statt der zuvor vielfach in den Medien genannten Summe von 30 (15,3 Mill. Euro/211 Mill. S) nur zehn Millionen Mark (5,11 Mill. Euro/70,4 Mill. S) Abfindung vom Tennis-Star erhalten.

Boris und Barbara Becker hatten sich nach einer spektakulären Gerichtsverhandlung in Miami außergerichtlich geeinigt. Die Einigung war Voraussetzung für die überraschend schnelle Scheidung am 15. Jänner durch das Amtsgericht München. Weiterhin unklar blieb allerdings, welche finanziellen Vereinbarungen das Paar getroffen hatte. Beckers Anwalt Kohlmann hatte die Berichte über eine Abfindung in Höhe von 30 Millionen Mark als reine Spekulation bezeichnet.

Der dreifache Wimbledonsieger soll nach "Gala"-Informationen seiner Ex-Frau auch zugesagt haben, die Gehälter ihrer Sekretärin, des Kindermädchens und der Leibwächter zu zahlen. Barbara Becker soll dem Bericht zufolge erwägen, aus Steuergründen von Miami auf die Bahamas umzuziehen. Derzeit lebt die Ex-Frau mit den Söhnen Noah Gabriel (7) und Elias Balthasar (1) in Miami. Boris Becker ist nach einer Feier zum siebenten Geburtstag von Noah Gabriel inzwischen nach München zurückgekehrt.

Nach einem Bericht der "Bild"-Zeitung wollen TV-Sender und Produzenten Barbara Becker als Schauspielerin verpflichten. SAT.1 will mit ihr arbeiten, sagte Filmchefin Alicia Remirez Coronas zu "Bild". Auch Wolfgang Rademann (66), der Erfolgsproduzent vom ZDF- "Traumschiff", möchte Barbara Becker. Hans W. Geißendörfer (59), Produzent der "Lindenstraße" meinte: "Ich könnte sie mir gut in der Lindenstraße vorstellen."

Michael Ammann (43), ausführender Produzent bei Grundy UFA ("Gute Zeiten, schlechte Zeiten") sagte dem Blatt: "Sofort! Wir sind immer an prominenten Gaststars interessiert. Also selbstverständlich auch an Barbara Becker." Film-Mogul Horst Wendlandt von Rialto-Film betonte: "Ich würde sie einstellen." Dieter Wedel ("Der große Bellheim") erklärte: "Die Tatsache, dass sie die Ex von Boris Becker ist, spricht sicher nicht gegen sie."

26.1.2001 14:26

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